Ein Hungerstein ist ein stummer Zeitzeuge über Niedrigwasserereignisse in Flüssen. Gerade entlang der Elbe sind zahlreiche Hungersteine zu finden.  Zu Beginn des Jahres tauchte bei PTZ im Auftrag der Firma Jähne Gmbh für Produktinnovation ein Modell des Hungersteins aus dem Bad des 3D-Druckers auf.

Um ein Modell des Sandsteins (Abmessung 50 x 31 x 9 cm) möglichst genau herzustellen, wurde das Verfahren der Stereolithographie (kurz STL) verwendet. Die Datenaufbereitung der gescanten Daten erfolgte durch unserem Projektleiter Herrn Vogel. Der "STL-Stein" ist wesentlich leichter, besonders da das Modell innen nahezu hohl aufgebaut wurde. Zur Stabilisierung wurde der Stein mit einer Innenstruktur versehen. Diese Bauweise kommt dem STL-Verfahren entgegen, da der Laser weniger Stereolithographie-Harz aushärten muss. Ein Vorteil gegenüber abtragenden Verfahren wie beim CNC-Fräsen.

Die Besonderheit am Hungerstein aus Pirna-Oberposta ist, dass er der größte seiner Art in Deutschland ist. Auf dem originalen Sandsteinblock (5,8 x 3,3m groß) sind insgesamt 22 Niedrigwasserereignisse zu eingraviert. Zudem ist eine amtliche Marke der Königlichen Wasserbaudirektion von 1842  versteckt. Der aufmerksame Betrachter findet Sie in einem Rechteck auf der linken Seite des Steins.

Zu sehen ist das Modell in der Flughafenausstellung Dresden im Abflugbereich (Februar 2019).

 

 

Über PTZ

In der 1996 gegründeten PTZ-Prototypenzentrum GmbH fertigen 20 Mit­arbeiter mit modernsten Technologien Erstmodelle, Werkzeuge und Kleinserien für deutsche und europäische Kunden unter anderem aus der Automobilindustrie sowie der Medizin- und Gerätetechnik. Markenhersteller wie Siemens, Bosch, Miele, Fresenius und Ducati sowie viele mittelständische Unternehmen schätzen die Vielfalt an Technologien im Hause PTZ.

Weitere Informationen: www.ptz-prototypen.de

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